Weimaraner

Ursprungsland: Deutschland

Die Lokomotive des SCHNAUZERL


Gewicht: 32 - 39 kg
Schulterhöhe: 56 - 70 cm
Haarkleid: Kurzhaarig - kurz, fein und hart; Langhaarig - mittellang, 2,5 - 5 cm, mäßige Befederung
Farben: Einfarbig hellgrau
Andere Namen: Keine
Temperament: Freundlich, gehorsam
Zugehörigkeit: Vorstehhunde
Erste Verwendung: Vorstehhund
Entstehungszeit: 17. Jahrhundert
Der Weimaraner, Favorit am Hof von Weimar, hat mit Sicherheit Bracken und deutsche Schweißhunde unter seinen Ahnen. Pointer, damals etwas schwerer und langsamer als die heutigen, Vorfahren des Deutsch-Kurzhaar, waren auch unter seinen Ahnen. Obgleich ein Hund des Typs Weimaraner bereits auf einem Gemälde von Van Dyke Anfang 1600 erschien, stand damals die Rasse dem Laufhund näher, fand ihren Einsatz bei der Jagd auf Großwild wie Bären, Wölfe und große Katzen.

Als die Vogeljagd gegenüber der Jagd auf Großwild langsam mehr Anklang fand, wurde der Weimaraner mit "Hühnerhunden" gekreuzt, um ihn besser für die Vogeljagd einsetzen zu können. Heute ist der Weimaraner ein echter Allzweck-Jagdhund, trägt noch immer mehr vom Erbe der Laufhunde als viele seiner deutschen Vettern. Das große, steife, flache Ohr ähnelt sehr dem Typ, wie man es auch bei deutschen Schweißhunden sieht. Der Weimaraner ist ein energischer und fähiger Jagdhund, bringt alle erwünschten Leistungen nach dem Schuß, was für europäische Jäger von besonderer Bedeutung ist.

Die Zucht dieser grauen Hunde in Deutschland wurde über viele Jahre sehr strikt durch den Rassehundezuchtklub überwacht. Obgleich die Qualität hoch lag, gab es in seiner Heimat nie eine große Anzahl an Hunden.

Sehr wenige Hunde kamen vor dem zweiten Weltkrieg nach den USA, aber in den 1940er Jahren wuchs das Interesse, sowohl in Amerika wie in anderen europäischen Ländern. Unglücklicherweise wurde die Einführung des Weimaraners in den USA von viel Medienrummel um seine natürlichen Allzweckfähigkeiten begleitet. Seine Propagandisten erwähnten dabei nicht die strenge Erziehung, die notwendig ist, um diesen deutschen Jagdgebrauchshund wirklich zu entsprechenden Leistungen zu bringen. Viele gutgläubige neue Besitzer waren enttäuscht, als der "graue Geist" nicht der Wunderhund war, der ohne Erziehung arbeitet! Glücklicherweise folgen seine heutigen Züchter einem vernünftigeren Weg, zeigen ihre Hunde auf Ausstellungen, jagen mit ihnen, nehmen Teil an Field Trials und Unterordnungsprüfungen - schaffen einen Schaukasten für die hundeliebende Öffentlichkeit, um den Hund richtig zu erkennen. Weimaraner sind gute Begleit- und Jagdhunde, haben eine gute Anzahl doppelter Champions. Diese Hunde sind mutig genug, um sich auch als Schutzhunde bei der Mannarbeit zu bewähren.

Der Langhaarschlag ist in Europa gut bekannt und akzeptiert, nach dem AKC-Standard werden diese Hunde disqualifiziert. Die Langhaar-Vererbung erfolgt über ein rezessives Gen, was hin und wieder auch heute in amerikanischen Würfen zu langhaarigen Welpen führt. Obgleich diese nicht eingetragen werden können, werden sie zu guten Jagdhunden und sind aussichtsreich in Unterordnungs-Wettbewerben. Einige Amerikaner haben eingetragene deutsche langhaarige Weimaraner in die USA importiert und versuchten, diesen Schlag anerkannt zu erhalten. Die kurzhaarigen Hunde werden auf 50 Prozent der Rutenlänge kupiert, die Langhaarigen beläßt man oft unkupiert, mehr im Bild eines Setters.